7. Oktober 2026
Klarheit entsteht im Gehen – warum Bewegung beim Denken hilft

Viele meiner besten Gedanken hatte ich nicht am Schreibtisch. Sie kamen beim Gehen, auf dem Weg zu einem Termin, bei einem Spaziergang am Abend oder unterwegs auf einem Pilgerweg. Lange habe ich das für Zufall gehalten. Heute bin ich überzeugt, dass Bewegung und klares Denken eng zusammengehören.
Wenn du gehst, kommt dein Körper in einen gleichmäßigen Rhythmus. Der Atem wird ruhiger, der Blick geht in die Weite, und die Gedanken müssen nicht mehr gegen Bildschirm, Telefon und Posteingang ankämpfen. In diesem Zustand entsteht ein freier Raum, in dem sich Dinge ordnen können, die vorher verworren waren.
Ich erlebe das immer wieder in Gesprächen mit Unternehmerinnen und Unternehmern. Sitzen wir uns am Tisch gegenüber, bleibt das Gespräch oft im bekannten Muster. Gehen wir dagegen nebeneinander her, wird es offener. Der Blick ist nach vorn gerichtet, niemand muss den anderen ansehen, und gerade dadurch fällt es leichter, auch schwierige Dinge auszusprechen.
Du brauchst dafür keinen Jakobsweg. Eine halbe Stunde Gehen am Morgen, bevor du die ersten E-Mails liest, kann schon viel verändern. Nimm dir eine Frage mit, die dich gerade beschäftigt, und lass sie beim Gehen einfach mitlaufen. Du musst sie nicht lösen. Oft reicht es, ihr Zeit und Raum zu geben, damit sich eine Antwort zeigt.
Wer einmal erlebt hat, wie viel Klarheit in ein paar Stunden Gehen liegen kann, möchte das oft vertiefen. Dafür gibt es bei mir verschiedene Formen: die Wanderwochen in Andalusien, die individuelle Begleitung über einen Tag oder länger und den Camino Portugués. Allen gemeinsam ist die Erfahrung, dass Klarheit selten am Schreibtisch entsteht. Du findest sie im Gehen.
Die Wege zur Klarheit entdecken →
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